Tschetschenische Flüchtlinge in Polen.
Ein Dokumentarfilm von Kerstin Nickig.

Lieber Muslim

Trailer

Lieber Muslim Trailer

Produktionsdaten

Land/ Jahr: Deutschland 2005
Genre: Kreativer Dokumentarfilm – Human Interest
Inhalt: Tschetschenische Flüchtlinge in Polen
Länge/ Format: 35 Minuten/ DV
Regie/ Idee: Kerstin Nickig
Kamera: Alicja Pahl, Kerstin Nickig
Schnitt: Cecylja Pacura
Ton: Teresa Stepien
Musik: Christoph Vonderau
Produzent: Michael Truckenbrodt
Originalsprache: Tschetschenisch/ Russisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Polnisch
Premiere: 9/2005, Europäische Kurzfilmbiennale Ludwigsburg
Festivals: One World Berlin 2005, Amnesty International FF Amsterdam 2006, Shooting Europe Karlsruhe 2006, One World Prag 2006, Krakau 2006, Tampere 2006, Chronograph Chisinau 2006, Milano 2006, Taipei 2006, MedFilmFestival Rom 2006, documentArt Neubrandenburg 2006, Document5 Glasgow 2006, FokusFestival Görlitz 2007, Seven Islands Mumbai/ New York 2007
Auszeichnungen: Bester Film Ludwigsburg 2005, Best Short One World Prag 2006, FIPRESCI-Award Krakau 2006, Special Mention Krakau 2006, Nominierung für den Filmförderpreis der Robert Bosch Stiftung 2006

Synopsis

„Lieber Muslim…“ – so beginnt das Tagebuch von Sacita, das sie ihrem kleinen Sohn Muslim schreibt, damit er einmal versteht, was seine Eltern in Tschetschenien im Krieg erlebt haben. Warum sie nach Polen geflohen sind. Damit er sich einmal in einer unbekannten Zukunft zurechtfinden kann, wenn sie selbst vielleicht schon nicht mehr leben, wie sie glaubt. Sacita, ihr Mann Said-Selim und Muslim sitzen in ihrem kleinen Zimmer im Flüchtlingsheim einer Provinzstadt in Ostpolen und warten auf die Asylentscheidung – aber innerlich sind sie noch gar nicht „angekommen“: Sie leben vollkommen in den Kriegsschrecken der Vergangenheit, die sie über Jahre hinweg selbst mit Foto- und Videokamera dokumentierten. In diesen Bilddokumenten, ihren Erzählungen, und dem Tagebuch an Muslim entsteht ein nahes Porträt der Familie und ihrer persönlichen Kriegsgeschichte. Der Film entstand im Rahmen eines einjährigen Studienaufenthalts der Regisseurin an der Staatlichen Filmhochschule in Lódz in Zusammenarbeit mit der ebenfalls dort studierenden deutsch-polnischen Kamerafrau Alicja Pahl und einem polnisch-deutschen Team. Während der Dreharbeiten besuchten Regisseurin und Kamerafrau über sechs Monate hinweg immer wieder die Protagonisten im Flüchtlingsheim für Tschetschenen „Zajazd Zacisze“ in der ostpolnischen Kleinstadt Lomza.

 

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